2013 soll der Euro Bulgarien erreichen
Die bulgarische Regierung plant, im Jahr 2013 die Landeswährung von Lew auf Euro umzuschalten. Im kommenden Januar will man einen Antrag auf Mitgliedschaft im WKM II (europäischer Wechselkursmechanismus) stellen, welcher Voraussetzung für die Einführung des Euro ist.
Die WKM-Regelung sieht vor, dass die jeweilige Währung nicht mehr als 15 Prozent um den Kurs des Euro schwanken darf. Eine Währung muss zwei Jahre lang an den WKM II gebunden sein, um sich für die Umstellung auf den Euro zu qualifizieren. Derzeitige WKM II-Teilnehmer sind Dänemark, sowie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
Dem bulgarische Finanzanalyst Georgi Angelow zu Folge gestaltet sich allerdings die Kommunikation zwischen Brüssel und Sofia nicht ganz reibungslos. Es sei schwieriger, einander zu verstehen, als die Konvergenzkriterien der EU zu erfüllen, sagte er. Es sei nun Aufgabe der bulgarischen Regierung, die angespannte Situation umzukehren und zu zeigen, wie viel wirklich in Bulgarien stecke. Man will zügig das Vertrauen der Kommission zurückgewinnen und eine reibungslos Umstellung innerhalb des Zeitplans ermöglichen.
Derzeit hat Bulgarien, wie alle anderen europäischen Länder auch, mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen.
Die noch jungen, freien Volkswirtschaftssysteme der osteuropäischen Staaten haben große Aufgaben vor sich. Kritiker behaupten immer wieder, den beiden Staaten Bulgarien und Rumänien sei die EU-Mitgliedschaft quasi hinterher geworfen worden. Dabei zeigen die beiden Länder eine gute Entwicklung. Bulgarien gilt als attraktives Ziel für langfristig orientiere Investoren und als besonders ausbaufähig im Bereich Tourismus.
Da Bulgariens Währung, der Lew, ohnehin seit seiner Einführung fest an den Euro gekoppelt ist, sollte die Aufnahme in den WKM II keine Hürde darstellen. Und von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Euro.

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