ADAC warnt vor Betrug an bulgarischer Grenze
Der ADAC warnt Bulgarienreisende vor korrupten Grenzbeamten: Diese verlangen einen Nachweis darüber, dass man nicht an der Schweinegrippe erkrankt sei.
Kann man keinen solchen Gesundheitsattest vorlegen, wurde in verschiedenen Fällen ein Bußgeld verlangt. Ein solches Attest ist jedoch nicht notwendig, das Geld muss daher nicht bezahlt werden. Touristen sollten sich zudem auf keinen Fall vor Ort impfen lassen. Zum einen gäbe es keinen Impfstoff gegen Schweinegrippe, zum anderen wisse man nicht, was dort gespritzt würde, so der ADAC.
Bulgarische Botschaft reagiert
Auch die bulgarische Botschaft in Berlin hat auf die Betrugsfälle reagiert. Unter www.mfa.bg/berlin stellt sie ein zweisprachiges Dokument zur Verfügung, in dem bestätigt wird, dass zur Einreise kein Gesundheitszeugnis benötigt wird.
Die Botschaft empfiehlt Besuchern, das Dokument auszudrucken und den Beamten gegebenenfalls zur Abschreckung vorzulegen. Sollte das nicht funktionieren, sollen sich Reisende den Zeitpunkt, den Grenzübergang, den Namen des Beamten sowie die Farbe seiner Uniform (blau oder grün) notieren und den Betrugsfall sofort bei der Botschaft in Berlin unter der Nummer +49 30 201 09 22 melden.
Verkehrskontrollen
Außerdem warnt der ADAC vor nicht rechtmäßigen Verkehrskontrollen. So sind Fälle bekannt, in denen korrupte oder falsche Polizisten Touristen wegen angeblicher Geschwindigkeitsübergrenzungen zur Kasse gebeten haben. Das Auswärtige Amt weist daher darauf hin, Bußgelder nie direkt an Beamte zu zahlen. Polizisten dürften angebliche Temposünder lediglich auf die nächste Dienststelle bestellen.
Auch beim Vignettenkauf ist Vorsicht geboten: In manchen Fällen verlangen Beamte überhöhte Preise oder raten den Fahrern zum Kauf von Monats- und Jahresvignetten, da Wochenvignetten angeblich ausverkauft seien. Man sollte sich vor dem Urlaub daher unbedingt über die Preise informieren.

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