Arbeitsministerin fordert Bulgaren zur Selbsthilfe auf
Bulgariens Ministerin für Arbeit und Soziales hat die Bürger ihres Lands davor gewarnt, sich in der Krise nur auf den Staat zu verlassen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters äußerte Emilia Maslarova am Freitag, dass man helfende Maßnahmen nicht nur von staatlicher Seite erwarten könne. Die Menschen müssten sich selbst helfen und nicht darauf warten, dass ihnen der Staat zur Hilfe eilt. Dieser habe nicht die Möglichkeit, allen zu helfen.
Wirtschaftskrise erreicht Bulgarien
Auch Bulgarien bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren, denn die europäischen Absatzmärkte beginnen wegzubrechen. Für 2009 wird ein Wirtschaftswachstum von vier Prozent erwartet, was deutlich unter dem Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre liegt.
Die bulgarische Regierung hatte Anfang Februar zur Unterstützung der Wirtschaft ein Konjunkturpaket im Wert von 250 Millionen Euro angekündigt. Diese Summe soll über die Bulgarische Entwicklungsbank den Handelsbanken zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise sollen Unternehmen an Kredite für neue Technologien und Innovationen kommen, was zurzeit schwierig ist.
Bevorzugt werden bei der Kreditvergabe sollen größere Unternehmen mit vielen Beschäftigen, um so Entlassungen vorzubeugen. Die Gewerkschaften befürchten etwa, dass bald 100.000 der 7,6 Millionen Bulgaren arbeitslos sein könnten.

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