Archäologie in der Stadtmitte von Sofia
Eine Kirche unter der Erde: Mittelalteriche Funde bei U-Bahn-Arbeiten in Bulgariens Hauptstadt Sofia.
Bei der Erweiterung der Sofioter U-Bahn-Strecke sind die Bauarbeiter heute auf neue archäologische Funde gestoßen. Darunter auch die Gebäudereste einer mittelalterlichen Kirche, die laut ersten Berichten des bulgarischen Fernsehsender “ProBg” aus dem 12. oder dem 13. Jahrhundert stammt.
Während die Wände leichte Schäden davontrugen, blieben die Fresken der Kirche weitestgehend unversehrt. Außerdem konnten die Bauarbeiter ältere Gräber sowie weitere antike Gebäude freilegen - alle stammen schätzungsweise aus dem zweiten Jahrhundert.
Zwei Jahrzehnte Bauzeit
Da Archäologen die historischen Funde ausgraben und einem Museum zur Verfügung stellen möchten, wird sich der Ausbau der U-Bahn vermutlich weiter verzögern. Der Bau der ersten U-Bahn in Sofia, die 1998 mit einer Linie eröffnet wurde, dauerte bereits 20 Jahre. Die Gründe hierfür waren, neben Geldmangel, ebenfalls archäologische Funde in den Baugruben. Ende 2009 umfasste die Linie zwei Teile mit 14 Stationen auf insgesamt 17.9 Kilometern.

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