Auszeichnung für Befreiung bulgarischer Krankenschwestern
Sofia- Für die Mitarbeit an der Befreiung der bulgarischen Krankenschwestern und des Arztes die acht Jahre in libyscher Gefangenschaft waren, ist EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner mit der höchsten bulgarischen Auszeichnung bedacht worden.
Für ihre außerordentlichen Bemühungen wurde der 59 jährigen von dem bulgarischen Präsident Georgi Parwanow der Stara Planina Orden verliehen, der die besonders große Dankbarkeit Bulgariens zum Ausdruck bringen soll.
Zusätzlich zu dem ehrenwertesten Orden Bulgariens, wurde Benita Ferrero-Waldner am Montag gemeinsam mit dem ebenfalls an der Befreiung beteiligten französischen Staatspräsidenten Sarkozy, von Sofias Bürgermeister Boiko Borisow zu Ehrenbürgern der Stadt Sofia erklärt. Auch die Gattin des französischen Präsidenten Cécilia Sarkozy, die Seite an Seite mit Ferrero-Waldner die Verhandlungen führte ist seit Montag eine Ehrenbürgerin der bulgarischen Hauptstadt.
Die in Salzburg geborene Benita Ferrero-Waldner war in den Jahren 2000 bis 2004 Außenministerin Österreichs und bekleidet seit dem 18.November 2004 das Amt der europäischen Kommissarin für Außenbeziehungen.
Sie hatte gemeinsam mit der First Lady Cécilia Sarkozy für die Freilassung von fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes gekämpft, die acht Jahre in libyscher Haft saßen. Ihnen wurde vorgeworfen 438 Kinder in einem libyschen Kinderkrankenhaus vorsätzlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Nach der Inhaftierung im Jahre 1999 wurden sie fünf Jahre später offiziell zum Tode verurteilt. Der Prozess nahm eine überraschende Wende als im Juli Schadensersatzgelder in Millionenhöhe flossen und das Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wurde. Benita Ferrero-Waldner und Cécilia Sarkozy erreichten durch politisches Geschick in den Verhandlungen die Auslieferung der Gefangenen nach Bulgarien, wo sie auf der Stelle begnadigt wurden.

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