Baustopp an der Schwarzmeerküste
Sofia- Das bulgarische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet um der ausufernden Bebauung an der Schwarzmeerküste ein Ende zu setzen.
Das Gesetz über die Bebauung der Küste wurde verabschiedet, da immer mehr Touristen aufgrund der andauernden Belästigung durch Schmutz und Baulärm an den Stränden ausblieben und das obwohl saisonale Bauverbote bestanden.
Das neue Gesetz sieht einen Schutzstreifen von 100 Meter Küstenbreite vor in dem in Zukunft nicht mehr gebaut werden darf. Die so genannte „Zone A“ schützt die Strandurlauber vor der Belästigung durch Bauschutt und Lärm und die Bulgarische Landschaft vor der ausufernden Bebauung der Küste.
Die zunehmende Zerstörung der reichen bulgarischen Naturlandschaft zeigt sich deutlich anhand des aktuellen Falles des Nationalparks Strandzha - Strandscha. Auf dem Gelände des größten bulgarischen Naturparks hatte ein Immobilieninvestor mit dem Bau einer riesigen Ferienanlage, der “Goldenen Perle“ begonnen, wurde dann mit einem Baustopp abgestraft und hat nun doch Recht bekommen da die Grenzen des Naturparks nicht genau festgelegt sind.
Unterdessen demonstrierten 200 Umweltschützer in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gegen die Bebauung des größten Nationalparks in Bulgarien.
Diese Demonstration dürfte allerdings wenig Effekt gehabt haben, da das Oberste Verwaltungsgericht Bulgariens mittlerweile die Fertigstellung der Ferienanlage genehmigt hat und um zukünftigen Einsprüchen vorzubeugen dem Park gleich den Status des Nationalparks nahm.
Im Jahre 2006 machten rund fünf Millionen Menschen Urlaub in Urlaub in Bulgarien und die Tendenz ist steigend. Die Millionen von Touristen sind meistens Pauschalurlauber die einen billigen Strandurlaub suchen, nur selten kommen Gäste der Kultur oder Landschaft wegen. Das soll sich künftig ändern, zumindest wenn es um die Wünsche der bulgarischen Regierung geht.
Durch das neue Gesetz ist zumindest ein Anfang gemacht, denn die Erhaltung der Natur und Kulturschätze Bulgariens ist die Grundlage für den so sehnlich gewünschten Kulturtourismus.

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