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Bulgarien erhält EU-Gelder für Infrastruktur

1,5 Milliarden Euro werden Bulgarien für den Straßenbau zur Verfügung gestellt.

Die EU-Kommission hat wie angekündigt den Stop für die Gelder an Bulgarien aufgehoben. Im Rahmen der Programme „Regionale Entwicklung“ und „Transport“ erhält Bulgarien nun 1,5 Milliarden Euro zur Finanzierung von neuen Straßen. 205 Millionen Euro stammen dabei aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Eine knappe Milliarde kommt aus dem Programm zur Förderung der Transportmöglichkeiten. Das teilte Ivan Atanassov, der Vorsitzende der nationalen Agentur für Straßeninfrastruktur, gestern mit.

Stopp wegen Korruptionsskandal

Vergangenes Jahr hatte die EU-Kommission die Zahlung der Fördergeld als Reaktion auf einen Korruptionsskandal gestoppt. Die Wochenzeitung „Kapital“ hatte im Januar 2008 aufgedeckt, dass der damalige Vorsitzende des Fonds „Nationale Straßeninfrastruktur“, Vesselin Georgiev, Aufträge in Höhe von 60 Millionen Euro an die Firmen seiner Brüder vermittelt hatte.

Die Zahlung von 250 Millionen Euro für Infrastrukturprojekten wie die „Transitstraße 3“ und die „Autobahn Lyulin“ wurden daraufhin eingestellt. Nun werden die Zahlungen wegen der großen Bemühungen seitens Bulgariens fortgeführt, so Atanassov, Nachfolger von Georgiev.

Bau der Lyulin-Autobahn

Die Ljulin-Autobahn soll die Ringstraße um Sofia mit dem Knotenpunkt Daskalovo in der westlichen Region Bulgariens verbinden. Die ersten fünf Kilometer der Autobahn Lyulin sind bereits fertiggestellt und sollen gegen Ende Juli eröffnet werden. Gegen Endes Jahres sollen insgesamt 12 Kilometer und Ende 2010 soll die ganze Autobahn mit einer Länge von 19 Kilometern fertig gebaut sein. Über 148 Millionen Euro werden für den Bau benötigt. 75% dieser Summe werden aus EU-Kassen finanziert, des restlichen 25% bezahlt Bulgarien selbst.


 

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