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Bulgarien für Nabucco-Gaspipeline 

Ein entscheidender Schritt in Richtung Versorgungssicherheit: Das bulgarische Parlament ratifizierte den im Juli letzten Jahres unterzeichneten Vertrag über den Bau der Nabucco-Gaspipeline.

Nach Ungarn ist Bulgarien nun der zweite Staat, der dem Bau der Nabucco-Gaspipeline offiziell zugestimmt hat. Weitere Ratifizierungen von Österreich und Türkei, die im Juli letzten Jahres ebenfalls den Vertrag zum Bau dieser Pipeline unterzeichnet hatten, fehlen noch.

Bei der Nabucco-Pipeline handelt es sich um eine 3.300 Kilometer lange Trasse, die von der Türkei über Bulgarien, Ungarn und Rumänien nach Baumgarten bei Wien führt. Sie soll ab 2015 jährlich rund 15 Milliarden Kubikmeter Gas aus dem Kaspischen Raum und Zentralasien direkt an die europäischen Märkte pumpen. Die Baukosten für das von der EU geförderte Projekt werden bisher auf rund neun Milliarden Euro geschätzt.

Ein Stück Unabhängigkeit

Mit dem Bau der Gaspipeline macht Bulgarien einen großen Schritt in Richtung seiner Versorgungssicherheit – denn bisher bezog das Land sein Gas ausschließlich aus Russland. Zudem würde Nabucco die Abhängigkeit Europas von Russland reduzieren und stellt deshalb für die Europäische Union ein wichtiges Energieprojekt dar.

Auch beim heutigen EU-Gipfel spielt das Thema Nabucco eine Rolle. Der bulgarische Regierungschef Bojko Borissow möchte bestätigt wissen, dass der Bau der Pipeline in Brüssel immer noch Priorität besitzt. „Wir haben den Vertrag ratifiziert, die Türkei ist bereit dazu und auch die Vereinigten Staaten sowie Großbritannien stehen hinter dem Bau“, sagte Borissow hierzu. „Jetzt gilt es herauszufinden, wie unsere europäischen Partner zu dem Projekt stehen.“ Die endgültige Entscheidung über den Baubeginn der Nabucco-Gaspipeline wird voraussichtlich im Sommer fallen.


 

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