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Bulgarien hart getroffen von Gasstreit in Zeiten eisiger Kälte

Sofia – Die anhaltenden Tiefsttemperaturen von unter minus 20 Grad in vielen Teilen Ost und Westeuropas haben vielerorts bereits Todesopfer gefordert.

In Bulgarien kommt nun erschwerend der Gasstreit zwischen der russischen Gazprom und der Ukraine hinzu, der für die Bulgaren eine Versorgungsreduktion von rund 70 Prozent weniger Gas zur Folge hat.

 

Der Engpass der Gaslieferungen an Bulgarien hat auch für die Nachbarländer Bulgariens erhebliche Folgen, da diese durch bulgarische Pipelines beliefert werden, darunter die Türkei, Mazedonien und Griechenland.

 

Energiekrise hat dramatische Folgen für Bulgarien

Der andauernde Streit zwischen dem russischen Gaslieferanten Gazprom und der Ukraine hat bereits einen Tag nach dem Lieferungsengpass dramatische Folgen für Bulgarien.

 

Einer der größten Chemiekonzerne Bulgariens, Neochim musste bereits die Produktion stoppen und einige tausende Haushalte werden nicht mehr beheizt.

Auch Kindergärten, Altenheime und einige Krankenhäuser sind bereits betroffen und heizten anstelle von Gas mit Erdöl, um ihren Betrieb zu sichern.

 

Erdöl kann allerdings keine dauerhafte Lösung sein, da es mehrere Tage benötigt um zu einer brauchbaren Temperatur zu gelangen. Ausserdem sind Bulgariens Reserven an Erdöl sehr eingeschränkt.

 

Rund achtzig Schulen in Bulgarien erbaten aufgrund der Kälte bereits die Erlaubnis schließen zu dürfen. Bildungsminister Daniel Valchev (in bulgarischer Sprache) beschloss bereits die Schließung aller Schulen und öffentlichen Einrichtungen für Kinder, in denen die Temperaturen unter 18 Grad fallen.


 

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