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Bulgarien setzt auf emissionsarme Energien

Strom sparen liegt im Trend: Um einheitliche Vorgehensweisen im Bereich emissionsarme Energien zu entwickeln, organisierte die Bulgarische Wirtschaftskammer ein nationales Forum zum Thema.

Um den Übergang zur sogenannten „grünen Wirtschaft“ zu beschleunigen und damit die Abhängigkeit Bulgariens von den Rohstofflieferungen der Europäischen Union zu verringern, möchte das Land bis 2020 seinen Energiemix auffächern und seine Emissionsintensität senken.

Anlässlich des nationalen Forums über Trends aus dem Bereich emissionsarme Energien, äußerte jedoch Boschidar Danew, Präsident der Bulgarischen Wirtschaftskammer, die Befürchtung, dass sich Investitionen in erneuerbare Energien negativ auf die Wirtschaft in Bulgarien auswirken könnten.

„Viele der ausländischen Investoren lassen sich nicht von Marktprinzipien leiten, sondern nutzen Privilegien, die lediglich ausgewählten Bereichen der erneuerbaren Energien zugute kommen“, argumentierte Danew.

Energieeffizienz in Bulgarien fördern

„Jetzt geht es vor allem darum, der Umwelt noch mehr Priorität einzuräumen“, erklärte der Energieexperte Ljulin Radulow während des Forums. Um dies zu gewährleisten, verabschiedete die Europäische Union zwei Strategiepakete.

Das erste beinhaltet die Liberalisierung der Energielieferungen und wurde 2007 auf den Weg gebracht. 2009 folgte dann das Energie- und Klimaprogramm, welches bis 2020 die folgenden drei Hauptziele vorgibt: den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent zu erhöhen, schädliche Treibhausgase um 20 Prozent und den Stromverbrauch um 20 Prozent zu senken – alles durch mehr Energieeffizienz.

Bis vor zwei Jahren wurde, laut Angaben der Bulgarischen Wirtschaftskammer, noch ein Großteil des bulgarischen Stroms aus Kohle gewonnen - rund ein Drittel aus Kernenergie. Lediglich 7,6 Prozent stammte aus erneuerbaren Energien, davon gerade einmal 0,3 Prozent aus Sonnen- und Windenergie.


 

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