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Bulgarien stellt Weichen für Euro

Der Antrag zur Aufnahme Bulgariens in die Eurozone soll bis Ende Januar erfolgen.

In diesem Jahr richtet die bulgarische Regierung ihr Hauptaugenmerk darauf, den finanziellen Rahmen für die Eurozone derart vorzubereiten, dass das Land ihr 2012 beitreten kann. Als nächsten Schritt werde Bulgarien bis Ende Januar einen Antrag auf Aufnahme in die Eurozone stellen, teilte Premierminister Bojko Borissow mit. Dabei sei er sich jedoch bewusst, dass sich die derzeitige globale Finanz- und Wirtschaftskriese negativ auf diesen Antrag auswirken könne.

Gleichzeitig machte Borissow jedoch deutlich, dass Bulgarien keinen neuen Kredit vom Internationalen Währungsfonds oder weiteres Kapital benötigt, um die Löcher im eigenen Staatshaushalt zu schließen.

Lew mit festem Umrechnungskurs

Der Euro gilt bisher als offizielles Zahlungsmittel in 16 der 27 EU-Staaten, der so genannten Eurozone oder auch Euro-16 genannt. Bulgarien trat der EU in 2007 bei. Auf Grund seiner großen Inflationsprobleme blieb dem Land jedoch bisher der Beitritt zum Wechselkursmechanismus II (WKM II) verwehrt. Dieser Beitritt gilt jedoch als ein wichtiges Kriterium für die Euroeinführung.

Die bulgarische Währung, der Lew, wurde allerdings 1999 im Verhältnis 1:1 an die Deutsche Mark gekoppelt. Deshalb besitzt die Währung heute einen festen Umrechnungskurs (1,95583 Lew = 1 Euro).


 

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