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Bulgarien über Darstellung in EU-Kunstwerk empört

Bulgarien fordert, dass sein Land in Form von Stehtoiletten aus der Installation „Entropa“, die momentan im Brüsseler Ministerrat zu sehen ist, entfernt wird. Der Auftraggeber, der tschechische Europaminister Vondra, entschuldigte sich bei Bulgarien.

Provokative Darstellung aller EU-Staaten

Das riesige Puzzle des tschechischen Künstlers David Cerny stellt jedes der 27 EU-Länder auf provokative Weise dar: Bulgarien ist eine Ansammlung von Hocktoiletten, auf Deutschland sind Autobahnen in Form eines (leicht verfremdeten) Hakenkreuzes angeordnet, die Niederlande sind völlig überflutet, nur Minaretten ragen empor, Polen ist ein Ackerland, auf dem Priester die Regenbogenflagge hissen – kein Vorurteil lässt Cerny aus.

 

Vondra entschuldigt sich bei Bulgarien

Bei der Präsentation des Kunstwerkes bot Vondra Bulgarien direkt die Entfernung der Toiletten an. Die Sprecherin der bulgarischen EU-Botschaft, Betina Joteva, entgegnete daraufhin: „Natürlich bestehen wir darauf.“

 

Vondra erklärte, dass das Kunstwerk keinesfalls die Sicht der tschechischen Regierung auf die EU-Länder darstelle. Mit dem Künstler Cerny sei eigentlich vereinbart gewesen, dass das Werk von Künstlern aus allen 27 EU-Ländern gestaltet werde. Doch Cerny hatte sich nicht an die Abmachung gehalten und mit befreundeten tschechischen Künstlern zusammengearbeitet.

 

Vondra entschuldigte sich daher nicht nur bei Bulgarien, sondern auch bei jedem anderen Mitgliedsland, das sich nun durch die Darstellung angegriffen fühlt.

 

Die bulgarische Regierung kündigte jedoch an, die Entschuldigung erst zu akzeptieren, wenn das betreffende Element aus der Installation entfernt worden sei.

 

Auch der Künstler entschuldigte sich bei Bulgarien und gab zudem zu, die tschechische Regierung absichtlich hinters Licht geführt zu haben. Man habe sich in erster Linie, über sich selbst lustig machen wollen, es tue ihm leid, dass das Werk nun missverstanden werde.


 

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