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Bulgarien vereinheitlicht lateinisch-kyrillische Umschrift

Ein neues Gesetz, das die Umschrift kyrillischer in lateinische Buchstaben regelt, soll Touristen beim Lesen von Straßenschildern helfen.

Bisher herrschte besonders auf den Verkehrsschildern Chaos, da die kyrillischen Buchstaben bisher verschieden in lateinische Zeichen übersetzt wurden. Dies führte bei vielen Touristen zu großer Verwirrung. So wird die drittgrößte Stadt Bulgariens mit Warna und Varna übersetzt.

 

Noch verwirrender ist es bei einem kleinen Städtchen, das etwa 80km südlich von Sofia liegt: Man findet es als Pasardschik, Pazardschik, Pazardjik oder Pazardzhi.

 

Bulgarien hat mit den einheitlichen Regeln ein Versprechen wahr gemacht, das es bereits vor zwei Jahren nach seinem EU-Beitritt gegeben hatte. Damals hatte die Regierung das Projekt „Verständliches Bulgarien“ ins Leben gerufen, um die Orientierung für die immer zahlreicheren Touristen zu erleichtern.

 

Das kyrillische Alphabet wird vor allem für slawische Sprachen in Europa und Asien verwendet. Die bulgarische Sprache wird in einer speziellen bulgarischen Variante des kyrillischen Alphabets verschriftet, die 30 Buchstaben umfasst.

 

Die neuen Regeln müssen nun bei künftigen Publikationen von Wörterbüchern und Reiseführern beachtet werden.


 

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