Bulgariens Ministerpräsident reist zum offiziellen Besuch nach Frankreich
Vizeaußenminister Marin Rajkow bezeichnete in einem Interview mit der Nachrichtenagentur 'Fokus' den baldigen Besuch als äußert bedeutsam.
Bojko Borissow ist seit Juli diesen Jahres bulgarischer Ministerpräsident. Zuvor war der 1959 in der Nähe von Sofia geborene Borissow Bürgermeister der Hauptstadt. Bereits in diesem Amt hatte er sich einen Namen gemacht und rege Präsenz auch über die Landesgrenzen hinaus gezeigt. Seine Partei 'GERB' wurde erst 2006 aus einer ehemaligen Bürgerbewegung gegründet. Sie steht für eine europäische Entwicklung Bulgariens und gilt als eher konservativ. Das Parteiprofil setzt sich aus den Kernthemen Korruptions- und Verbrechensbekämpfung sowie Stärkung der Rechte von Familien zusammen.
2001 wurde Borrisow, der die Akademie des bulgarischen Innenministeriums absolvierte und von 1982-1990 verschiedenen Posten inne hatte, Chef der bulgarischen Polizei. 2005 zog er als Abgeordneter ins Parlament, gab diesen Posten jedoch nach kurzer Zeit wieder auf, um für das Amt des Bürgermeisters von Sofia zu kandidieren. 2007 wurde er für das Amt wiedergewählt. Er war der vierte Bürgermeister Sofias seit Fall des kommunistischen Regimes.
Bekannt ist Borrisow für seine Karateleidenschaft. Derzeit hält er den siebten Dan; er trainierte das bulgarische Nationalteam und fungierte viele Jahre als Schiedsrichter bei offiziellen Wettkämpfen.
Bulgariens Beziehungen zu Frankreich haben in den letzten Jahren an Intensität zugenommen
2008 wurden sie im Zuge des bulgarischen EU-Beitritts in den Rang einer strategischen Partnerschaft erhoben. Vizeaußenminister Rajkow, der ehemals bulgarischer Botschafter in Paris gewesen ist, nannte als Inhalte der geplanten Gespräche wirtschaftliche Zusammenarbeit, politische Themen, sowie konkrete Vorhaben, wie zum Beispiel eine Kooperation in den Bereichen Verkehr und Energetik.

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