Bulgarische Krankenschwestern endlich frei
Sofia- die fünf bulgarischen Krankenschwestern und der Arzt sind nach langen Jahren endlich frei.
Die sechs Gefangenen uas Bulgarien sind am gestrigen Morgen in Begleitung der EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und Cécilia Sarkozy, der Frau des französischen Präsidenten, auf dem Flughafen in Sofia gelandet, wo sie nach acht langen Jahren von ihren Angehörigen erwartet wurden. Ebenfalls anwesend war der bulgarische Präsident Georgi Parwanow, der die fünf Krankenschwestern und den Arzt noch auf dem Flughafen begnadigte.
Den fünf bulgarischen Krankenschwestern und dem palästinensischen Arzt, der mittlerweile ebenfalls bulgarischer Staatsbürger ist, wurde vorgeworfen
in dem Kinderkrankenhaus der libyschen Stadt Benghazi vorsätzlich 438 Kinder mit dem HI-Virus infiziert zu haben, wofür die fünf Frauen und der Arzt im Jahre 1999 in Libyen inhaftiert wurden. Obwohl zahlreiche namhafte Gutachter aussagten, dass die mangelhaften hygienischen Zustände in dem Krankenhaus für die Infektionen sorgten und zwar bevor die Schwestern eintrafen wurden sie 2004 zum Tode verurteilt.
Die Wende in diesem Prozess ergab sich letzte Woche, nachdem Zahlungen in Millionenhöhe an die Familien der infizierten Kinder gingen wurde die Todesstrafe durch den libyschen Justizrat in Tripolis in eine lebenslange Haft umgewandelt.
Montag flogen dann die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und Cécilia Sarkozy, die Frau des französischen Präsidenten, nach Libyen um sich für die Auslieferung der Gefangenen einzusetzen. Eine Intensivierung der politischen Kontakte war Teil der Verhandlungen zwischen Ferrero-Waldner und dem libyschen Staatschef Muammar el Gaddafi, die letztendlich zur Freilassung der fünf Krankenschwestern und des Arztes führte.

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