Bulgarische Landschaft soll mit EU-Mitteln geschützt werden
Die EU stellt Bulgarien 1,8 Milliarden Euro für den Schutz der bulgarischen Natur zur Verfügung. Dies gab der Bulgariens Minister für Umwelt und Gewässer Cevdet Tschakarow bekannt.
Bei einem Treffen des Nationalen Fremdenverkehrsrates berieten sich Vertreter von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen über das Vorgehen beim Umweltschutz. Dabei waren sie sich einig, dass der Schutz der Natur nicht nur Aufgabe der Umweltschutzorganisationen sein kann. Auch der Staat und die Tourismusbranche müssten sich daran beteiligen.
EU-Mittel sollen nun genutzt werden, um einen nachhaltigen Fremdenverkehr zu ermöglichen. Bulgarien sei nicht zuletzt wegen seiner Naturschönheiten ein beliebtes Reiseland, doch der unüberlegte Bau von Hotelanlagen gefährde eben diese Landschaft, so die Umweltschützer. Dies könne Urlauber auf Dauer abschrecken.
Mit den 1,8 Milliarden Euro, die die EU zur Verfügung stellt, sollen verschiedene Projekte zum Umweltschutz finanziert werden. Besonderer Fokus soll dabei auf dem Erhalt der Artenvielfalt Bulgariens liegen. Bulgarien verfüge neben Griechenland und Spanien über die größte Artenvielfalt in der EU, so der Minister für Umwelt und Gewässer Cevdet Tschakarow. 70% der Gelder seien für den Wassersektor bestimmt. An der bulgarischen Schwarzmeerküste, aber auch in Ortschaften im Innenland sollen Kläranlagen gebaut werden.
Dafür müssen sich die Orte mit Projekten bewerben, die dann durch die EU-Mittel finanziert werden sollen. Tschakarow hält die Kläranlagen an der bulgarischen Schwarzmeerküste auch im Hinblick auf den Tourismus für bedeutsam, denn so würden Kriterien bezüglich der Nutzung und der Qualität der Gewässer erfüllt. Langfristiges Ziel ist es, „wohlhabendere Urlauber für sich zu gewinnen,“ denn dies würde „höhere Gewinne in der Fremdenverkehrsindustrie bedeuten“.

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