Bulgarische Matrosen befreit
Sofia - Die bulgarischen Matrosen in somalischer Gefangenschaft wurden befreit. Ein Pressesprecher des Auswärtigen Amtes in Bulgarien verkündete alle Matrosen seien in physisch in guter Verfassung.
Acht der sechzehn Matrosen haben bereits am Montag ihre Heimkehr nach Bulgarien angetreten und die verbleibenden acht werden erst nach Singapur gebracht und von dort nach Hause eskortiert. Die ersten Heimkehrer wurden gestern von Bulgariens Außenminister Milen Keremedchiev in Sofia empfangen.
Die 16 Matrosen waren auf der „Malaspina Castle“ unter der Flagge Panamas als sie am 4. April von somalischen Piraten attackiert und gefangen genommen wurden. Das 32 000 Tonnen Schiff einer britischen Rederei befand sich zu dem Zeitpunkt im Golf von Arden mit einer Gesamtbesatzung von 24 Mann.
Lösegeldsumme ist unklar
Der Kapitän des Schiffes Darin Mateev sprach in der Presse von 15 somalischen Piraten die alle schwer bewaffnet waren. Obwohl man mehrfach mit erschießen drohte, seien die Matrosen jedoch nicht misshandelt worden.
Laut aktuellen Schätzungen seien rund 1,5 Millionen Euro Lösegeld für Schiff und Besatzung geflossen. Diese Information ist jedoch vom Außenminister offiziell nicht bestätigt worden, da die bulgarische Regierung offiziell nicht an den Verhandlungen beteiligt gewesen sei.
Die bulgarischen Soldaten und ihr Kapitän spekulierten in den Medien, dass ihre geringe Fahrtgeschwindigkeit ein Grund für die Attacke gewesen ist.

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