Bulgarische Obst-Erzeuger rüsten auf
Mehr Äpfel und Kirschen: Die bulgarischen Obst-Erzeuger gehen davon aus, dass es auf Grund neuer Anpflanzungen im Land in den kommenden Jahren bei einigen Produkten eine höhere Ernte geben wird.
Laut einer aktuellen Statistik der Landwirtschaftskammer in Sofia wurden in 2009 die Apfel-Anbauflächen um 33 Prozent und die Kirschplantagen um 17 Prozent erweitert. Denn: Äpfel sind bei den Bulgaren sehr beliebt. Kein Wunder also, dass sie bereits jetzt etwa ein Drittel der Obstproduktion des Landes ausmachen – gefolgt von Kirschen, Pflaumen und Pfirsichen.
Auch bei Quitten, Kastanien, Kiwis, Mandeln und Maulbeeren fällt die Erntebilanz positiv aus. Im vergangenen Jahr betrug die Gesamtproduktion an Obst bereits etwa 107.000 Tonnen. Insgesamt wird etwa 75 Prozent der Ernte an die bulgarischen Handelsketten geliefert oder in der Konservenindustrie weiter verarbeitet.
Den Export ausbauen
Kann dieses Wachstumstempo gehalten werden, wäre Bulgarien nach Einschätzung von Branchenkennern etwa im Jahr 2020 in der Lage seinen Obstbedarf alleine zu decken. Zusätzlich könnte das Land beachtliche Mengen für den Export in die EU bereitstellen. Besonders große Hoffnungen setzen die Produzenten in den Export von Äpfeln und Kirschen. Denn diese Obstsorten werden international zu relativ stabilen Preisen gehandelt. Konkurrenz gibt es vor allem aus Spanien, Italien und Griechenland.

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