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Bulgarische Polizisten protestieren gegen Gefängnisstrafen

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia gingen am Sonntag Polizisten aus dem ganzen Land auf die Straße.

Fünf Polizeibeamte waren für den vermutlichen Totschlag von Angel Dimitrov bei einer Polizeiaktion im November 2005 zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

 

Zunächst vermutete man, das Opfer sei an Herzstillstand gestorben. Später wurden jedoch Schläge auf den Kopf als Todesursache nachgewiesen. Für die fünf Polizisten wurden Haftstrafen von 16, bzw. 18 Jahren verhängt.

 

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Iwan Pawlow sagte vor Journalisten, man werde der Justizministerin Margarita Popowa eine Liste mit Unterschriften von Mitarbeitern des Innenministeriums aus dem gesamten Land aushändigen, um besseren rechtlichen Schutz der Beamte im Dienst zu fordern.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass in Bulgarien die Polizei öffentlich protestiert. Bereits Ende 2008 versammelten sich Beamte auf der Straße, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. So teilen sich beispielsweise ein Dutzend Beamte einen 15 Jahre alten Computer. Manche fahren im Dienst ihre Privatwagen oder bringen den eigenen Drucker mit ins Büro. Es mangelt an Benzin für die Dienstwagen und in den Büros an Papier und Druckertinte. Als man das 13te Monatsgehalt strich, lief das Fass über.

 

Am Sonntag jedoch ging es vornehmlich um besseren rechtlichen Schutz der Beamten während des Dienstes.


 

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