Bulgarische Studenten in Feierlaune
Vom Balkangebirge über Sofia bis ans Schwarze Meer – der heutige 8. Dezember gilt als offizieller Festtag der bulgarischen Studenten.
Die Studierenden der 29 staatlichen Hochschulen Bulgariens haben den 8. Dezember wahrscheinlich rot in ihrem Kalender markiert. Denn heute feiern sie allerorts den so genannten „Tag der Heiligen Sieben Erleuchter Bulgariens“, der sich im Land seit 1994 als offizieller Studententag etabliert hat.
Zu den sieben Heiligen gehört auch der Gelehrte „Kliment von Ohrid“, der Schutzpatron der St.-Kliment-Ohridski-Universität Sofia, der ältesten Hochschule des Landes mit gut 14.000 Studierenden. Dort hatte man vor knapp zwei Wochen erst den Namenstag des Patron gefeiert.
Stichtag vor über 100 Jahren
Ins Leben gerufen wurde der Feiertag der bulgarischen Studenten im Jahr 1903 anlässlich des 15jährigen Jubiläums der Sofioter Universität vom bulgarischen Professor Ivan Schischmanow (1862-1928). Der Bulgare studierte Philosophie, Literatur sowie Volkskunde, unter anderem in Deutschland und der Schweiz.
Außerdem lehrte und forschte er von 1921 bis 1924 als Gastprofessor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Darüber hinaus war er maßgeblich an der Entwicklung der kulturellen Identität Bulgariens beteiligt und kümmerte sich darum, neue wissenschaftliche und kulturelle Institutionen zu errichten - darunter etwa die Sofioter Musikhochschule oder die dort gelegene Akademie der Künste.

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