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Der bulgarische Nationalfeiertag am 3. März

Im Jahr 1878 wurde an diesem Tag der Russisch-türkische Krieg beendet und der Präliminarfrieden (der vorläufige Frieden) von San Stefano geschlossen.

Bereits Ende des 14. Jahrhunderts hatte das Osmanische Reich die Herrschaft über Bulgarien übernommen. Für Bulgarien bedeutet der 3. März also das Ende einer fast 500jährigen Fremdherrschaft und die Zurückgewinnung ihrer Staatlichkeit.

 

Seit dem Beginn der Fremdherrschaft hatte sich das bulgarische Volk in den

nächsten Jahrhunderten wiederholt versucht zu befreien. Allerdings war es machtlos gegenüber dem Osmanischen Reich, eine Weltmacht, die auch viele weitere Balkanvölker unterdrückt hielt.

 

Nachdem die Türken aber ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehrere Niederlagen gegenüber den Russen einstecken mussten, war der Untergang des Osmanischen Reiches langsam abzusehen.

 

Als Russland zu Beginn der 1870er Jahre von den Fesseln der Pariser Friedensvertrags von 1856 befreit war und damit wieder seine Position als Großmacht inne hatte, erkannten die bulgarischen Befreiungskämpfer ihre Chance.

 

Im Aprilaufstand 1876 versuchte Bulgarien sich erstmals organisiert von der Fremdherrschaft zu befreien, allerdings erneut vergeblich.

 

Auf Bestreben Russlands wurde Ende des Jahres 1876 in Konstantinopel zur Konferenz gerufen. Außer Russland arbeiteten England, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich an einem Plan für ein selbstständiges bulgarisches Gebiet. Die Regierung des Osmanischen Reiches jedoch lehnte alle Vorschläge ab. Am 12.04.1877 erklärte Russland dem Osmanischen Reich den Krieg.

 

Auch 7500 bulgarische Freiheitskämpfer schlossen sich Russland im Kampf gegen die Osmanen an. Nachdem die bulgarischen Freiheitskämpfer im Norden wichtige Stützpunkte eingenommen hatten, rückten sie unaufhaltsam in den Süden ein.

 

Am 3. März.1978 wurde in San Stefano schließlich der Präliminarfrieden geschlossen. Der Vertrag besagte, dass alle Gebiete mit einer überwiegend bulgarischen Bevölkerung in einem selbstständigen Fürstentum vereint werden sollten. Jedoch pochten die Großmächte auf einen neuen Vertrag, was sie schließlich auf dem Berliner Kongress 1878 auch erreichten. Ein Teil des Territoriums musste wieder an die Türken abgetreten werden, außerdem erhielt Serbien ein Gebiet mit bulgarischer Bevölkerung.

 

Nichtsdestotrotz hatten die Bulgaren nach Kämpfen über fast fünf Jahrhunderte ihre Staatlichkeit wiedererlangt und dies wird noch heute am 3. März gefeiert.


 

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