Der Tag des Wassers - Neujahrsbräuche in Bulgarien
Neujahrsbräuche: Erscheinungsfest und Ivanstag, die den Abschluss der kirchlichen Feiertage zum Jahresbeginn bilden, stehen ganz im Zeichen der reinigenden Kraft des Wassers.
Gemäß alter Traditionen feiern viele Bulgaren das neue Jahr bis zum 7. Januar, dem Tag des Heiligen Johannes des Täufers (Kirche Johannes des Täufers in Nessebar). Ihm voran geht am 6. Januar das Erscheinungsfest, auch Jordanstag genannt. An diesem Tag veranstalten die Bulgaren zu Ehren von Christus Erscheinen vor den Menschen und seiner Taufe im Jordanfluss ein symbolisches Baden mit geweihtem Wasser.
Hierzu musste der orthodoxe Priester zuvor das Wasser weihen. Anschließend warf er ein Kreuz in den Fluss. Der Brauch, dieses Kreuz trotz der niedrigen Temperaturen aus dem eiskalten Wasser zu holen, wird auch heute noch von den jungen Männern in Bulgarien gepflegt. Der Lohn: Wer das Kreuz herausfischt wird im neuen Jahr glücklich und gesund sein.
Ein Fest für die Trauzeugen
Am darauffolgenden Namenstag des Ivan ehren die Bulgaren den Heiligen Johannes, der das Erscheinungsfest prophezeit und Christus getauft hat. Er gilt gleichzeitig als Beschützer und Pate junger Familien. Deshalb wird am Ivanstag das rituelle Baden vom Vortag fortgesetzt – diesmal sind allerdings junge Brautpaare an der Reihe.
Außerdem besuchen sie am 7. Januar gemäß alter Traditionen ihre Trauzeugen und bitten sie für die Fehler des alten Jahres um Verzeihung, bevor sie mit ihnen auf das neue Jahr anstoßen.

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