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Discounter Plus expandiert nach Bulgarien

Sevlievo im nördlichen Zentralbulgarien, in der Provinz Gabrowo gilt als eine der wohlhabendsten Städte des Landes. Die lokale Wirtschaft ist gut entwickelt und genießt vergleichsweise große Investitionen ausländischer Firmen.

Die Stadt liegt an einem der geschichtsträchtigsten Orte des Landes - gleich in der Nähe befindet sich die mittelalterliche Festung Chotalitsch. Sevlievo war bereits um 1000 herum militärisches Zentrum des ersten bulgarischen Großreiches. Hier eröffneten am 8. Oktober gleich zwei der ersten sieben neuen Plusmärkte, mit denen die Plus Warenhandelsgesellschaft ihren Einzug in den bulgarischen Markt begonnen hat.

Außer in Sewliewo öffneten in den Städten Pernik, Gorna Orjahowitsa, Harmanli und Silistra fünf weitere Filialen ihre Türen. Bereits 70 weitere Bauplätze für zunächst 12 neue Geschäfte wurden erworben. Schon Ende des Jahres soll die Bauphase abgeschlossen werden.

"Das Potenzial, dass sich die Supermarktkette auf bis zu 130 Geschäfte erweitert, existiert. Deshalb gilt unser Plan, jedes Jahr 25 neue Filialen zu eröffnen", so der Generaldirektor des Konzerns, Rainer Wendelberger in Sofia.

Plus gilt im Gegensatz zu sogenannten 'Hard-Discountern' wie Aldi als 'Soft-Dicounter'.

Mit anderen Dicountern teilt man die aggressive Verkaufspreispolitik, das eingeschränkte Sortiment, sowie die einfache Warenpräsentation. Jedoch ist das Sortiment mit etwa 3000 Artikeln größer und enthält einen höheren Anteil an Markenprodukten.

Neben den konzerneigenen Produkten plant Plus, Waren von 180 bulgarischen Lieferanten anzubieten, die alle EU-zertifiziert sein sollen. Auf lange Sicht will man in jeder Stadt mit über 15.000 Einwohnern einen Markt eröffnen und tritt damit in Konkurrenz zu Firmen wie Fantastico, Familia, Evropa, CBA, Piccadilly und 345 - Supermarktketten in hauptsächlich bulgarischer Hand.


 

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