Dritte Sofioter Pride-Parade bringt Zuspruch und Widerstand
Bereits zum dritten Mal gehen Menschen aller Couleur in Sofia auf die Straße, um für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen einzustehen.
Die Parade durch Sofia ist für den 26. Juni angesetzt. Wie auch in den Jahren zuvor macht sich sowohl breiter Zuspruch, als auch erbitterter Widerstand bemerkbar.
„Es gibt viele Vorwände – beispielsweise Religion und Tradition – die Homophobie rechtfertigen sollen“, erklärt der britische Botschafter in Bulgarien Steve Williams. „Klar ist jedoch: In der heutigen europäischen Gemeinschaft kann es keine Entschuldigung und keine Rechtfertigung für Homophobie geben.“
In Osteuropa trifft das Thema Homosexualität jedoch oft auf großen Widerstand. Besonders ultra-rechte und religiöse Gruppen machen ihrem Unmut lautstark Luft - In manchen Fällen sogar mit Gewalt. So veröffentlicht die Bulgarische Orthodoxe Kirche ein Statement gegen die Parade: Sie habe „schreckliche Konsequenzen für das körperliche und geistige Wohlbefinden der Menschen“ und sei außerdem eine „öffentliche, schroffe und schändliche Darstellung der Sünde von Sodom.“
Die Pride-Woche 2010 in Sofia begann am 21. Juni mit einer Konferenz über aus Hass begangene Verbrechen gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Weitere Angebote sind Ausstellungen sowie verschiedene kulturelle und soziale Veranstaltungen.

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