RSS Feed abonnieren RSS Feed abonnieren

Europas größtes Ziegelwerk in Bulgarien

Sofia/Lukovit – Der Ziegelkonzern Wienerberger eröffnete am Mittwoch die größte Ziegelfabrik Europas im bulgarischen Lukovit rund zwei Stunden von Sofia entfernt.

Rund 25 Millionen Euro kostete die Modernisierung der alten Ziegelfabrik die von nun an rund 300.000 Tonnen Ziegel produzieren wird, also fast ein Fünftel des gesamten bulgarischen Ziegelbedarfes.

Über siebzig Mitarbeiter und acht vollautomatisierte Roboter werden ab heute Ziegel produzieren die im Jahre 2010 mindestens 100 Millionen Euro Umsatz bringen, so Vorstandschef der Wienerberger AG Wolfgang Reithofer.

 

Der ständig steigende Bedarf an Ziegeln als Baumaterial geht zurück auf den Bauboom, der in dem Land seit mehreren Jahren anhält. Nicht nur die alten Plattenbauten aus der Sowjet-Zeit sind sanierungsbedürftig, auch immer Menschen sind in der Lage, sich Ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Vor allem die bulgarische Küste reizt Bauherrn. Im europäischen Ausland ist Bulgarien als Immobilien-Standort begehrt: Günstige Grundstückspreise und Lebenshaltungskosten sowie Strand und Sonne locken Ferienhäuslebauer und Ruheständler. Aber auch für Touristen ist Bulgarien ein reizvolles Ziel und, so steigt der Bedarf an Hotelkapazitäten – es wird erweitert und ausgebaut. Beste Voraussetzungen also um in die Herstellung von Ziegeln im Land zu investieren.

 

Neben der Anlage in Lukovit ist eine weitere Ziegelfabrik in der Nähe der Schwarzmeerküste geplant.

Der Konzern importierte die Ziegel bisher aus Rumänien und Ungarn, allerdings lohne sich ein Transportweg von mehr als 200 Kilometern im Ziegelgeschäft nicht, erklärte ein Vorstandsmitglied der Wienerberger.

 

Die Eröffnung des größten Ziegelwerkes Europas in Bulgarien ist nur eine Erfolgsgeschichte von vielen seit dem Immobilienboom. Allein im Jahre 2007 investierten ausländische Firmen 6,1 Milliarden Euro in Bulgarien. Beobachter des Immobilienmarktes geben jedoch zu bedenken, dass zu schnell und zu viel gebaut wird und am Ende Leerstand und Verluste drohen könnten. Die Investoren setzen jedoch auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung im Land: Die meisten Bulgaren sehen der Zukunft ihres Landes optimistisch entgegen.


 

Verwandte Nachrichten

Aktuelles