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Ex-Geschäftsführer für EU-Agrarfonds in Bulgarien verhaftet

Assen Drumew, der frühere Geschäftsführer des Landwirtschaftsfonds für EU-Mittel, ist am Montag in Bulgarien festgenommen worden. Ihm wird Veruntreuung vorgeworfen.

Vorwurf: Missbrauch von EU-Geldern

Genau wirft die Staatsanwaltschaft Drumew vor, zwischen 2004 und 2007 über 300.000 Euro bei der Durchführung eines von der EU finanzierten Projektes in falsche Kanäle geleitet zu haben. Seine Haft ist auf 72 Stunden befristet.

 

Bereits im März 2007 wurde Drumew beschuldigt, private Büros für die Agrar-Auszahlungsagentur zu überhöhten Preisen angemietet und so Fondsgelder kassiert zu haben. Ein Jahr später wurde ihm zusätzlich vorgeworfen, 24 Millionen Euro aus den EU-Kassen unterschlagen zu haben. Doch gegen eine Kaution von 7500 Euro blieb Drumew frei.

 

Auch gegen seinen Nachfolger Dimitar Tadarukow wird bereits seit April 2008 ermittelt. Ihm wird ebenfalls vorgeworfen, 11 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm SAPARD abgezweigt zu haben.

 

Korruption in Bulgarien

Korruption ist in Bulgarien kein neues Problem. Die EU hatte deswegen bereits Ende Juli jegliche finanzielle Unterstützung Bulgariens eingestellt. Seitdem bemüht sich das Land, Korruption stärker zu ahnden, denn nur dann will die EU die Zahlungen von mehr als 500 Millionen Euro wieder aufnehmen. Vor drei Wochen hatte in Sofia bereits ein großer Prozess um den Missbrauch von Geldern aus dem SAPARD-Programm begonnen.


 

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