Expedition zu den Tiefen des Schwarzen Meers
Seit gestern untersucht eine Expedition des Instituts für Ozeanologie den Meeresgrund der bulgarischen Schwarzmeerküste.
Neun Tage wird das Forschungsschiff unterwegs sein, am 24. Juni möchte das Team der Ozeanologen die Expedition beenden. Finanziert wird das Projekt durch das bulgarische Bildungsministerium.
Ein Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, wie es zu der Flutung des Schwarzen Meeres gekommen ist. Daher wird der Fokus auf dem Kap Emine im Osten des Balkangebirges und der Mündung des Flusses Provadiiska liegen.
Suche nach historischen Schätzen
Zudem wollen die Forscher um Professor Petko Dimitrov, Leiter der Abteilung für „Maritime Geologie und Archäologie“, den Meeresboden nach versunkenen Schiffen absuchen. Am Ende des Projektes soll eine Karte der gesunkenen Schiffe und anderer archäologischer Funde in dem Kontinentalschelf erstellt werden. Die Forscher möchten so die Tiefwasserarchäologie weiterentwickeln.
Wegen des weichen Schlamms am Meeresgrund, der Abwesenheit von Sauerstoff und der Verfügbarkeit von Schwefelwasserstoff bietet das Schwarze Meer optimale Bedingungen zur Konservierung historischer Objekte. Da hier früher viele Handelsschiffe verkehrten, die die verschiedenen Küstenstädte miteinander verbanden, stehen die Chancen für interessante Funde gut.

RSS Feed abonnieren