Franzose entwirft Regierungsviertel in Sofia
Der französische Star-Architekt Dominique Perrault hat den Architektur-Wettbewerb für das neue Regierungszentrum in Bulgariens Hauptstadt Sofia gewonnen.
Perraults Entwurf gelang es, die internationale Jury in Bulgarien zu überzeugen. Er konnte sie damit gegen weitere bekannte Architekten wie Norman Foster, der etwa den neuen Bundestag entwarf, und Zaha Hadid durchsetzen. Das avantgardistische Sieger-Modell von Perrault wird nun neben weiteren Vorschlägen, die es in die Finalrunde geschafft haben, in der Nationalgalerie für ausländische Kunst in Sofia zu sehen sein.
Neue City für Sofia
Die Idee eines neuen Zentrums stammt von Ministerpräsident Sergei Stanishev und seinem Bruder, dem Architekten Georgii Stanishev. Die beiden schlugen vor, die zum Teil veralteten Regierungsgebäude und Staatseinrichtungen aus dem jetzigen Zentrum Sofia nach außerhalb zu verlegen und so eine neue Innenstadt zu errichten.
Auf dem geplanten Gelände könnten auch Hochhäuser gebaut werden, was in der jetzigen Innenstadt Sofias nicht möglich ist. Momentan befinden sich auf dem 60 Hektar großen Gelände sechs Kilometer östlich der jetzigen City noch Militäreinrichtungen. Bis 2011 möchte sich das Militär aber aus dem Gebiet zurückziehen. Das neue Viertel soll innerhalb von drei Jahren errichtet werden.
Wie hoch die Kosten für das Bauprojekt sein werden, steht noch nicht fest. Ein Vorteil von Perraults Entwurf sei auch, dass er „offen genug“ sei, um die Gebäude in mehreren Schritten zu errichten, so die Begründung der Jury. Neben den Regierungsgebäuden soll die neue Innenstadt Sofias auch aus Geschäften, Hotels und Restaurants bestehen.

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