Gedenken an einen großen Nationalhelden
Am 19. Februar vor genau 137 Jahren wurde der Ideologe und führende Revolutionär der nationalen Wiedergeburt in Bulgarien, Wassil Lewski, öffentlich hingerichtet.
Zum Gedenken an Wassil Lewski (1837 bis 1873), den großen bulgarischen Helden der nationalen Befreiungsbewegung gegen die fünfhundertjährige türkische Fremdherrschaft, findet am Abend in der Sofioter Kirche „Heilige Sofia“ eine Seelenmesse statt. Danach ist ein Zug zu Wassil Lewskis Denkmal geplant. An der dortigen Gedenkzeremonie werden sowohl der bulgarische Staatspräsident Georgi Parwanow, als auch der Premierminister des Landes, Bojko Borissow, teilnehmen. Auch der Sofioter Oberbürgermeister Jordanka Fandakowa und andere Politiker werden erwartet.
"Der Löwenhafte"
Geboren wurde er 1837 als Wasil Iwanow Kuntschew in Karlowo. Den Beinamen „Lewski“, zu Deutsch „der Löwenhafte“ erhielt er erst 1862, nachdem er im serbischen Belgrad in Rakowskis „Erste Bulgarische Legion“ eingetreten war und während seiner Einsätze seinen Mut sowie seine Geschicklichkeit bewiesen hatte. Darüber hinaus zeichneten ihn seine hervorragenden Sprachkenntnisse unter anderem in Türkisch und Griechisch aus. Sie waren ihm während seiner revolutionären Aktionen immer eine große Hilfe.
Nachdem Wassil Iwnanow im Dezember 1872 von der osmanischen Polizei nahe der Stadt Lovech (Lowetsch), gelegen in den nördlichen Regionen des Balkangebirges, gestellt wurde, verurteilte ihn ein Gericht zum Tod durch den Strang. Das Urteil wurde am 19. Februar 1873 vollstreckt. Die Hinrichtungsstätte liegt heute im Sofioter Zentrum. Dort befindet sich auch das zu seinen Ehren errichtete Denkmal.

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