Gegen Trunkenheit am Steuer
Bulgarische Fahranfänger lieben es scheinbar gefährlich - die Open Youth-Kampagne soll für mehr Verkehrssicherheit unter Jugendlichen sorgen und sie für Gefahren beim Autofahren sensibilisieren.
Jedes Jahr kommen in Bulgarien über 1.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Mehr als 10.000 werden verletzt. Damit liegt das Land laut Angaben der
Weltgesundheitsorganisation zwar im europäischen Durchschnitt, besonders beunruhigend ist jedoch, dass sich unter den Unfallopfern immer mehr Jugendliche unter 25 Jahren befinden.
Damit sich das ändert, organisiert die bulgarische Nichtregierungsorganisation „Open Youth“ für jugendliche Autofahrer und Fahranfänger im Land bereits seit einigen Jahren eine Kampagne gegen risikoreiches Verkehrsverhalten. „Die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit haben wir bereits 2007 unterzeichnet“, erzählt Daniel Wankow, Leiter von Open Youth. „Seitdem engagieren wir uns aktiv für mehr Sicherheit auf bulgarischen Straßen.“
Rechtzeitig Risiken zeigen
Bereits in Vorbereitung: die Kampagne „Europäische Nacht ohne Unfälle“. Sie findet jedes Jahr im Oktober in allen EU-Staaten statt. Dabei sind die Open Youth-Mitglieder nachts in einzelnen Städten, wie etwa in Sofia, unterwegs und versuchen jugendliche Diskogänger davon zu überzeugen, bei Trunkenheit ihren Wagen stehen zu lassen.
Ein weiteres Projekt ist die Kampagne „Fahre mit Verantwortung“. Sie startet in Bulgarien dieses Jahr bereits zum dritten Mal und soll junge Fahrer für Risiken beim Autofahren sensibilisieren. Hierzu nutzt die Organisation einen Autosimulator, in dem Jugendliche selbst erleben können, wie sich eine Autofahrt bei hohem Alkoholpegel anfühlt. Außerdem werden Unfallsituationen nachgestellt. Das gibt den jungen Fahrern die Gelegenheit zu testen, wie sie
sich in Risikofällen verhalten hätten und soll damit eventuellen Gefahren im Straßenverkehr vorbeugen.

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