Historischer Fund im Südosten Bulgariens
Im Süden des Sakar-Gebirges haben Archäologen einen erstaunlichen Fund gemacht: eine Goldkette bestehend aus 320 Teilen, die aus der Bronzezeit stammt.
Das Team unter der Leitung von Borislav Borislavov von der Universität in Sofia und Nadezhda Ivanova, der zweite Vorsitzende des Nationalen Instituts für Archäologie, fand Anfang dieser Woche eine 1,5 Meter lange Goldkette aus dem 3. oder 2. Jahrtausend v. Chr. in einem Grabhügel im Südosten Bulgariens. Neben der Kette fanden die Forscher weitere Gold- und Silbergegenstände, darunter zwei goldene spindelförmige Objekte sowie einen silbernen Ring und ein bronzenes Schwert.
Grabeshügel aus der Bronzezeit
Der Grabhügel hat einen Durchmesser von 31 Metern und eine Höhe von 2,9 Meter. Dabei konnten zwei Phasen der Entstehung des Hügels festgestellt werden: Während die erste Phase auf das 2. Jahrtausend vor Christi datiert wird, wurde der zweite Teil vermutlich im 2. Jahrhundert nach Christi aufgeschüttet.
Borislavov vermutet, dass der Grabhügel ursprünglich für einen Priester oder ein Herrscher errichtet worden war. Die Römer bewahrten ihn dann als eine Kultstätte, als sie im 2. Jahrhundert n. Chr. ein Dorf um den Hügel bauten.
Einzigartiger Goldfund
Die Funde sind nicht nur einzigartig für Bulgarien: eine ähnliche Kette mit 24 Teilen ist bislang nur auf Kreta gefunden worden. Auch der Leiter des Nationalen Museums für Geschichte, Boschidar Dimitrow, freut sich über die Entdeckung: Sie würde Bulgarien zur Erforschung eines der am wenigsten bekannten Zeitabschnitte verhelfen.

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