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In Sofia erstmals eine Bürgermeisterin gewählt

In Sofia gewann erstmals eine Frau die Wahl zur Bürgermeisterin. Jordanka Fandakowa war bis gestern Bildungsministerin in der konservativen Regierung der Partei GERB von Ministerpräsident Bojko Borissow. Dieser sieht seine Arbeit und sein Regierungsteam in der Wahl Jordankas bestätigt.

Nach am Montag veröffentlichten, offiziellen Zahlen erhielt die 47-jährige Fandakowa 66,23 Prozent der Wählerstimmen. Ihr Kontrahent, Georgi Kadiew von der oppositionellen sozialistischen Partei BSP (BG) erreichte nicht einmal 28 Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 23 Prozent niedrig aus. Zum ersten Mal in der bulgarischen Geschichte leitet nun eine Frau das gesamte Stadtgebiet von Sofia. In der größten bulgarischen Stadt leben knapp 1,5 Millionen der insgesamt etwas über 7,6 Millionen Einwohner des Landes.

Amtswechsel nach weniger als vier Monaten

Frau Fandakowa arbeitete zunächst als Lehrerin für Russisch. Sie stieg zur Schuldirektorin auf und wurde Borissows Vize im Bildungsressort während seiner Zeit als Bürgermeister von Sofia. Da er im Sommer an die Spitze der bulgarischen Regierung gewählt wurde, musste in Sofia erneut das Amt der Bürgermeisterin besetzt werden.

Fandakowa genoss in ihrer nur knapp über 100-tägigen Amtszeit als Bildungsministerin relativ hohen Zuspruch aus der Bevölkerung. Mit 60 Prozent unterstützenden Stimmen galt sie als dritt-populärste Politikerin im Land. Sie gilt als deutlich konservativ und wurde bei der Wahl am Wochenende auch von zwei weiter rechts stehenden Parteien unterstützt.

Dass sie Ihr Ministeramt so schnell wieder abgeben musste, liegt auch daran, dass die Partei GERB (BG) noch sehr jung ist. Man kann nur auf wenig bekanntes Personal zurückgreifen, wenn es um die Besetzung prestigeträchtiger Ämter geht.


 

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