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Kein Gen-Mais für Bulgarien

Der stellvertretende bulgarische Landwirtschaftsminister Zwetan Dimitrow versichert, dass es vorerst keinen genveränderten Mais für das Land geben werde.

Nach Protesten von Umweltschützern, Kirchenvertretern und zahlreichen weiteren Nichtregierungsorganisationen hat Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow ein neues Gesetz zur weicheren Gestaltung der Gentechnik-Bestimmungen zeitweise außer Kraft gesetzt. „Zur Beruhigung aller haben wir eine mehrmonatige Verzögerung für die Aufzucht von genmodifizierten Organismen beschlossen“, sagte der Regierungschef hierzu.

Als weiteren Grund für die Verzögerung gelten, laut dem stellvertretendem bulgarischen Landwirtschaftsminister Zwetan Dimitrow, unzureichende Studien sowie Analysen, die vor allem die Stabilität und die eventuellen Nebenwirkungen der gentechnisch veränderten Produkte betreffen könnten.

Gentechnik-Gegner auf dem Vormarsch

In der Verzögerung sehen die Gegner gentechnisch veränderter Produkte jedoch keine Lösung. Sie fordern, dass Bulgarien frei von manipulierten Lebensmitteln bleibe. Der Plovdiver orthodoxe Oberbischof Nikolai bezeichnete die veränderten Produkte sogar als „Teufelszeug“.

Andere Gegner befürchten, dass die Aufzucht genveränderter Organismen große Risken für die konventionelle Landwirtschaft und damit auch für die Menschen in Bulgarien berge. Des Weiteren fürchten sie um das Image des Landes als umweltfreundliches Urlaubs- und Reiseziel sowie um die Folgen für die gesamte Tourismuswirtschaft.


 

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