Leichter demografischer Aufwärtstrend in Bulgarien
Die bulgarische Bevölkerung ging zwischen 2006 und 2007 um 39.000 auf 7.640.240 Personen zurück. Trotzdem sieht das Nationale Statistikamt einen leichten Aufwärtstrend.
Im Jahr 2007 wurde mit 9,8 eine ansteigende Geburtenrate verzeichnet, rund 76.000 Kinder wurden in diesem Jahr zur Welt gebracht. Bulgarien liegt dabei in der EU noch vor Deutschland, Litauen, Österreich und Slowenien und gleich auf mit Italien, Griechenland, Lettland, Ungarn, Polen und der Schweiz. Europäische Spitzenreiter sind Frankreich und Irland. Das Durchschnittsalter für Erstgeburten liegt bei 25 Jahren, das ist drei Jahre höher als noch 1995 – ein positiver Trend laut Fachleuten.
Doch trotz der relativ hohen Geburtenrate wurden weiterhin mehr Sterbefälle als Geburten verzeichnet. Zudem sind laut offiziellen Angaben etwa 3000 Bulgaren im Jahr 2007 immigriert, 1560 Menschen sind eingewandert. Das sind die Gründe für den weiterhin negativen demografischen Trend.
Der Ressortleiter für „Bevölkerungsstatistik“ beim Nationalen Statistikamt, Jordan Kaltschew, bewertet die Daten jedoch positiv. Man müsse die Trends des letzten Jahres im Kontext der letzten vier bis fünf Jahre sehen. Vor zehn Jahren sei die Bevölkerung noch um 50.000 jedes Jahr zurückgegangen. Auch die steigende Geburtenrate sei positiv zu bewerten. Immer mehr Familien entschieden sich für ein zweites Kind. Die Kindersterblichkeit sei außerdem auf dem niedrigsten Stand seit ihrer Aufzeichnung. Die Migrationsströmungen hielten sich im Rahmen. Somit gehe der demografische Negativtrend immer weiter zurück.

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