Letzter bulgarische König Sakskoburggotski erneut Großvater geworden
Prinzessin Kalina hat am gestrigen Mittwoch um sieben Uhr morgens einen Jungen zur Welt gebracht. Damit hat sie ihren Vater, Bulgariens ehemaligen Ministerpräsident und letztem König Simeon Sakskoburggotski, zum elffachen Großvater gemacht.
Man spekuliert nun, dass das Baby auf den Namen seines Großvaters getauft wird. Offiziell wurde der Name des Jungen noch nicht bekannt gegeben.
Die 35-jährige Prinzessin hatte vor gut vier Jahren den spanischen Seefahrer Kitin Muñoz in einem Palast in der Nähe des vornehmen Skiorts Borowetz geheiratet. Kalina ist das jüngste von fünf Kindern des früheren Königs mit seiner spanischen Frau Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela.
Simeon Sakskoburggotski wurde 1943 nach dem Tod des Vaters mit sechs Jahren König. Im Jahr 1946 wurde er mit seiner Familie durch ein abgehaltenes Referendum, das zur Abschaffung der Monarchie führte, zur Flucht gezwungen.
Nach einem Exilaufenthalt in Alexandria in Ägypten, gewährte im 1951 der spanische Diktator Francisco Franco Asyl.
Im Jahr 1962 heiratete Simeon Sakskoburggotski die spanische Adlige Doña Margarita.
Nach fast 50-jährigem Exil kehrte Simeon im Mai 1996 für einen Monat nach Bulgarien zurück. Fünf Jahre später gründete er die Nationale Bewegung Simeon II mit der er 2001 zu den Parlamentswahlen antrat. Er erreichte die absolute Mehrheit mit seiner liberalen Partei, wodurch er am 24. Juli 2001 Ministerpräsident von Bulgarien wurde.
Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2005 verlor die NDSV jedoch ihre Mehrheit und Simeon damit das Amt des Ministerpräsidenten. Dennoch ist er der bis jetzt einzige Monarch der Geschichte, dem es nach seiner Absetzung gelang, durch demokratische Wahlen erneut an die Macht zu kommen.

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