Luftverkehr in den Balkan Ländern weniger von der Krise gezeichnet
In einem Gespräch mit der Zeitung 'The Sofia Echo' beschreibt der Regionalmanager der Austrian Airlines für Bulgarien, Mazedonien, Montenegro und den Kosovo, Dimitar Dimitrov, die großer Herausforderungen, denen sich die Luftfahrtgesellschaften in naher Zukunft gegenüber sehen.
Austrian Airlines fliegen seit kurzem unter dem Dach der Lufthansa Gruppe, zu der auch die Swiss International Airlines gehören. Laut Dimitrov will jede Gesellschaft ihr eigenes Profil behalten - selbst im Angesicht der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Gleichzeitig werde man um eine gemeinsame Verkaufspolitik nicht herum kommen.
Europa sei in Bezug auf den Luftverkehr von der weltweiten Krise bislang weniger hart getroffen, als viele andere Länder, sagte Dimitrov. Das liege auch an den osteuropäischen Ländern, deren vielfach weltweite Gemeinschaften während des Sommers einen regen Besuchsverkehr pflegten. Menschen aus Bulgarien und Rumänien beispielsweise emigrierten nicht nur innerhalb Europas, sondern auch in die Vereinigten Staaten und nach Asien. Im Sommer sei die Anzahl der Flüge im Vergleich zum weltweiten Trend weniger gesunken.
Verbindungen nach Warna und Sofia bleiben stabil
Die International Air Transport Association (IATA) hatte bereits zu Beginn diesen Jahres eine negative Entwicklung vorausgesehen. 'Unglücklicherweise wurden die Zahlen im Juli noch einmal nach unten korrigiert', sagte Dimitrov. Hauptgründe sind auf der einen Seite die ständig steigenden Erdölpreise, sowie der Umstand, dass Konzerne in ihren Sparprogrammen grundsätzlich eine Reduktion der Reisekosten zu den ersten Maßnahmen zählen.
In Anbetracht dieser Entwicklungen sei man froh, zu den fünf täglichen Flügen nach Sofia ab dem 20. April 2010 noch einen weiteren anbieten zu können. Dieser Flug soll es möglich machen, dass Geschäftsleute früh morgens jeden Ort in Europa erreichen und abends noch eine Maschine nach hause nehmen können. Auch die wöchentlichen acht Flüge nach Warna zählen zu den stabilen Linien, die bestehen bleiben sollen.

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