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Naturpark Witoscha feiert 75-jähriges Jubiläum

In derselben Woche, in der Sofia den ersten Platz als Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Bulgarien erreichte, feiert der Naturpark Witoscha sein 75-jähriges Jubiläum.

Das Witoscha-Gebirge grenzt von Süden her direkt an die Vororte von Sofia. Mit seinen 2290 Metern prägt der höchste Gipfel, der Tscherni Wrach, durch seine sanfte, massive Form das Bild der bulgarischen Hauptstadt.

Mit dem Bus dauert es nur eine halbe Stunde vom Zentrum in die Wälder - innerhalb einer Stunde erreicht man Hochlagen, von denen sich weite Aussicht über ganz Sofia und bis hin zum Rila-Gebirge genießen lässt. Während der warmen Jahreszeit sieht man gelegentlich Drachenflieger vom Berg aus über Sofia gleiten.

Im Winter wird Witoscha als Skigebiet genutzt; im Sommer ist es beliebtes Naherholungs- und Wandergebiet für die Bewohner der Stadt. Der Naturpark Witoscha umfasst mit etwas 27.000 Hektar 90 Prozent der Gesamtfläche. Trotz der vielen Besucher beherbergt er mit über 2700 Tier- und Pflanzenarten eine größere Vielfalt als jedes andere Gebirge in Europa.

Konflikte über Intensität der Nutzung

An der Intensität der touristischen Nutzung des Areals scheiden sich in Sofia die Geister: Erst kürzlich beendete die Ministerin für Umwelt und Gewässer, Nona Karadzhowa, einen bereits lang andauernden Kampf zwischen Umweltschützern und der Tourismus-Lobby, indem sie Pläne für massive Entwicklung einfror.

Ansonsten hätte die Witoscha Ski AG wahrscheinlich in Kürze mit dem Bau von 8 neuen Skipisten, versorgt von 18 Liften, begonnen. Der World Wildlife Fund und GeoReporters beobachten und berichten regelmäßig über die Ereignisse - man ist bemüht, Witoscha auch für die Zukunft als beeindruckendes Naturreservat zu erhalten.


 

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