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Neuer Außenminister gesucht

Gescheiterte bulgarische EU-Kommissionskandidatin Rumjana Schelewa zieht sich aus der Politik zurück.

Nachdem sie ihre Kandidatur als EU-Entwicklungskommissarin zurückgezogen hatte, gab Rumjana Schelewa jetzt auch ihren Posten als Außenministerin auf. Ihre EU-Kandidatur war von Anfang an umstritten. Die geschlossenen Opposition des Europaparlaments und die bulgarische Volksversammlung warfen der 40-jährigen vor, sie habe Angaben zu Nebentätigkeiten währen ihrer Zeit als Europaabgeordnete in Brüssel verschwiegen.

Weiterhin halten sich Gerüchte, dass ihr Ehemann in Mafia-Geschäfte verwickelt sein soll. Darüber hinaus zweifelten sowohl die Sozialisten als auch die Grünen im Europaparlament an der fachlichen Eignung der bulgarischen Politikerin für den von ihr angestrebten europäischen Posten im Bereich der Humanitären Hilfe.

Schnelle Entscheidung aus Sofia

Während sich der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow (bulg.) weiterhin auf der Suche nach einem neuen Außenminister befindet, konnte er für Schelewas Nachfolgerin auf europäischer Ebene bereits eine neue Kandidatin vorschlagen: seine enge Vertraute und Vizepräsidentin der Weltbank, Kristalina Georgiewa. Ihre Karriere begann Georgiewa an der Wirtschaftsuniversität in Sofia, wo die heute 57-jährige nach ihrem Studium der politischen Ökonomie 14 Jahre lang unterrichtete.


 

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