Petkow wird frei gesprochen
Sofia – Der ehemalige bugarische Innenminister Rumen Petkow wurde heute offiziell von der Anklage einen verdeckten Staatsagenten verraten zu haben, freigesprochen.
Das Gericht in Sofia entschied für einen Freispruch Petkows obwohl Experten, darunter der Vorsitzende der Kommission für Korruption und organisiertes Verbrechen Vanyo Tanov, sich für eine Inhaftierung aussprach.
Der ehemalige Innenminister wurde beschuldigt den Namen und die Identität des Staatsagenten Alexey Petrov, damals in verdeckten Ermittlungen, an die Mafia preisgegeben zu haben. Im Falle einer Verurteilung hätten Petkow bis zu zwei Jahre Bewährung oder sogar Haft drohen können.
Im Sofioter Gericht beraten sich Richter und Staatsanwältin bereits über eine eventuelle Berufung.
Petkow nicht zum ersten Mal auffällig
Erst im April dieses Jahres wurde Rumen Petkow seines Amtes als Innenminister Bulgariens enthoben, nach dem mehrere schwerwiegende Korruptionsskandale aufgedeckt wurden. Petkow stand im begründeten Verdacht sich mit Mitgliedern der bulgarischen Mafia getroffen zu haben, sowie aktiv an organisierter Kriminalität teil zu nehmen, indem er sich mehrfach bestechen ließ.
Obwohl die Aufdeckung der Skandale im bulgarischen Innenministerium Anfang des Jahres ein deutlicher Beweis für den schlechten Zustand der bulgarischen Korruptionsbekämpfung sind, weißt Petkow nach wie vor die Anschuldigungen von sich.

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