Premierpräsident bleibt in Seilbahn stecken
Der bulgarische Premierpräsident Sergej Stanischew steckte bei der Eröffnung einer Wintersportanlage in Bulgarien eine Stunde lang in einer Seilbahn-Gondel fest.
Im Verlauf der Einweihungsfeier war es zu einem Stromausfall gekommen. Techniker versuchten daraufhin zunächst vergeblich, das Problem zu lösen und Stanischew und weitere ranghohe Regierungsmitglieder aus der Kabine zu befreien. Insgesamt mussten diese eine Stunde lang in der Höhe ausharren.
Das neue Wintersportzentrum befindet sich in der Nähe von Kartala im Rila-Gebirge, etwa 100 km von Sofia entfernt. Verschiedene Umweltorganisationen hatten den Bau des Zentrums kritisiert: Durch die wintersportliche Nutzung des Rila-Gebirges befürchten sie irreparable Schäden in der Umwelt.
Daher wurden die Umweltschützer zunächst auch verdächtigt, etwas mit der Panne zu tun zu haben. Die Verdächtigung entlarvten sich jedoch recht schnell als unbegründet, denn auch in anderen Teilen Kartalas war der Strom ausgefallen.
Wintersport in Bulgarien
Neben den traditionellen Skiort Borovets ist das neue Zentrum bei Kartala das zweite im Rila-Gebirge. Wintersport ist ein wachsender Zweig der bulgarischen Tourismus-Branche. Immer mehr Skiurlauber wissen die bulgarischen Pisten zu schätzen, in die von der ehemals staatlichen Tourismus-Einrichtung Millionen gesteckt worden sind. Auch das heute private Unternehmen Balkantourist investiert kontinuierlich hohe Summen in die Wintersportzentren Bulgariens, um auch deutsche Urlauber auf die Skigebiete aufmerksam zu machen.
Borowez, der älteste bulgarischen Skiort, hatte etwa bis vor zehn Jahren lediglich eine regionale Bedeutung. Doch dank neuen Liften, neuen Skipisten und modernen Hotels ist der Ort am Rande des Rila-Gebirges ist er auch ein international beliebtes Ziel geworden.

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