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Proteste gegen geplantes Atomkraftwerk in Bulgarien

Umweltschützer und Atomkraftgegner wollen mit einer breiten Kampagne gegen das von dem RWE-Konzern geplanten Atomkraftwerk im bulgarischen Belene vorgehen.

Bis Sonntag, den 8. März, sollen noch in ganz Deutschland Proteste gegen das Vorhaben des Essener Konzerns stattfinden. Nach Meinung der Aktivisten ist das geplante Werk in Belene eines der gefährlichsten in ganz Europa, denn das Gebiet in Nordbulgarien, in dem das Atomkraftwerk gebaut werden soll, sei erdbebengefährdet.

 

Die Umweltschützer können sich dabei auf Angaben der Europäischen Seismologischen Kommission berufen, nach denen bereits 1977 ein heftiges Erdbeben in Belene aufgezeichnet wurde, bei dem 120 Menschen starben. Auch weitere Erdbeben sagt die Kommission vorher.

 

Protestkampagne gegen RWE

Die Aktivisten haben im Rahmen ihrer Protestaktionen bei RWE-Kundenzentren zu einem Wechsel des Stromversorgers aufgerufen. Dabei sei man auf große Resonanz gestoßen, so Jochen Stay, der Sprecher des Anti-Atomnetzwerkes „ausgestrahlt“. Auch für die kommende Zeit sind größere Aktionen geplant, etwa für den 22. April bei der RWE-Aktionärsversammlung.

 

Bereits seit 25 Jahren ist das Projekt Belene wegen der ökologischen Bedenken umstritten. Doch Bulgarien entschied sich für den Bau des Atomkraftwerkes, denn der Atommeiler soll dem Land wieder zum Status als Stromlieferant verhelfen.

 

Um die EU aufgenommen zu werden, hatte Bulgarien seine veralteten Reaktoren abschalten müssen. Die Anlage wird insgesamt vermutlich vier Milliarden Euro kosten und soll 2000 Megawatt Strom erzeugen können.


 

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