Proteste in Varna
Recht auf sauberes Wasser: Bürgerinitiative blockiert umweltschädliche Forschungsbohrungen der Firma Chevron in der Nähe von Varna.
Am Dienstag hat eine bulgarische Bürgerinitiative die Überlandstraße blockiert, die vom Schwarzmeerhafen Varna nach Russe an der Donau führt. Der Grund: Mit ihrer Blockade protestieren sie gegen die ihrer Meinung nach „umweltschädlichen Forschungsbohrungen“, die Chevron im Nordosten Bulgariens plant.
Der US-Ölkonzern möchte mit diesen Bohrungen das Schiefergas-Vorkommen in der Region überprüfen. Hierfür hatte er erst im Juni eine Zulassung erhalten.
Davon unbeeindruckt, riefen die Protestierenden in der Stadt Novi Pasar dazu auf, für das „Recht auf sauberes Land und Wasser“ zu kämpfen, wie das Staatsradio in Sofia meldete.
„Bulgariens Kornkammer“ in Gefahr
Die bürgerliche Regierung in Sofia möchte durch die Nutzung der Schiefergas-Vorkommen seine große Abhängigkeit von den russischen Gaslieferungen verringern. Das Problem: Die Vorkommen liegen in dem auch als „Bulgariens Kornkammer“ bekannten nordöstlichen Gebiet Dobrudscha.
Die Experten sind sich derzeit noch uneinig, ob die Forschungsbohrungen und die darauffolgende Gewinnung von Schiefergas die Umwelt belasten würde.

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