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Rechtsradikale attackieren Homosexuellen-Parade in Sofia

Die ersten größeren Paraden von Homosexuellen in Tschechien und Bulgarien wurden am vergangenen Samstag massiv von Rechtsradikalen attackiert.

Mindestens zwanzig Verletzte gab es im Tschechischen Brünn bei einer Tränengas Attacke und dem Gebrauch von Feuerwerkskörpern die auf die rund 500 Teilnehmer geworfen wurden.

Im bulgarischen Sofia wurde die Parade ebenfalls durch Gegendemonstranten attackiert, insgesamt nahm die Polizei hier 60 Randalierer und 20 Rechtsradikale fest.

 

Die bulgarische Polizei separierte die Teilnehmer der Homosexuellen-Parade am Kulturpalast bei der ’Brücke der Verliebten’ von den rechtsradikalen Gegendemonstranten um so weitere Ausschreitungen zu verhindern.

 

In Tschechien wurden Anträge der „Nationalen Partei“ und der Partei „Nationale Wiederauferstehung“ zur Gegendemonstration explizit abgelehnt um einen gewaltsamen Verlauf der Parade zu verhindern.

Die tschechische Ministerin für Menschenrechte und Minderheiten, Dzamila Stehlikova, hatte für ihre Unterstüzung der Paraden im Vorfeld bereits Kritik erhalten und vor schweren Ausschreitungen gewarnt. Aksinija Gentschewa, Initiatorin der Paraden und Chefin der Schwulen- und Lesbenorganisation Gemini hatte sogar Morddrohungen erhalten.

 

In Paris und Berlin dagegen verliefen die traditionellen Gay-Pride Paraden mit Teilnehmerzahlen von rund 600.000 friedlich.


 

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