Regenschirm Mord bleibt weiterhin rätselhaft
Sofia – Die Ermittlungen in dem Mordfall Georgi Markow der vor 30 Jahren in Bulgarien verübt wurde, sollen am kommenden Donnerstag eingestellt werden da zu diesem Zeitpunkt die Verjährungsfrist eintritt.
Der bulgarische Journalist und Buch Autor Georgi Markow flüchtete 1969 zu Zeiten des Kalten Krieges aus Bulgarien und arbeitete in den folgenden Jahren bei dem britischen Sender BBC für das bulgarische Programm in London.
In den Jahren 1972 bis 1978 arbeitete der Bulgare vor allem an regimekritischen Dokumentationen die die kommunistische Regierung Bulgariens mit seinem Regierungschef Todor Schiwkow zum Ziel hatten.
Markow wurde am 7.September 1978 von einem Unbekanten von hinten mit einem Regenschirm in die Wade gestochen als er in London an der Waterloo Bridge auf den Bus wartete.
Am 11. September 1978 starb Georgi Markow, so die Ergebnisse der damaligen Autopsie, an einer Vergiftung durch das Gift Rizin, dass man in einer kleinen Kapsel in seiner Wade fand.
Der Täter wurde einige Zeit später in Dänemark gefunden, es handelte sich um einen in Italien aufgewachsenen Dänen der unter dem Decknamen „Piccadilly“ als Agent arbeitete, jedoch entschieden abstritt in den Mordfall involviert gewesen zu sein.
Obwohl die bulgarische Regierung den Fall Aufgrund der Verjährungsfrist zu den Akten legen wird, bleibt Scotland Yard weiter an dem Fall dran um eine zufrieden stellende Erklärung herbeiführen zu können.

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