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Regierung will Nutztierhaltung fördern

Umstrittene Arbeit für Landwirte: Bulgarien möchte die landwirtschaftliche Nutztierhaltung im Land stärken und stellt hohe Fördermittel für diesen Bereich bereit.

Um einige landwirtschaftlichen Bereiche wie etwa die Gemüse- und Tabakproduktion ist es derzeit in Bulgarien nicht so gut bestellt. Dies gab Agrarminister Miroslaw Najdenow kürzlich anlässlich der Internationalen Landwirtschaftsmesse AGRA in Plovdiv bekannt.

Um neue Arbeitsmöglichkeiten für arbeitslose Landwirte zu schaffen möchte das Land deshalb die Tierproduktion in Bulgarien fördern. Um rund 50 Prozent seien die Fördermittel für diesen Arbeitszweig in 2011 gegenüber den vergangenen Jahren erhöht worden - auf insgesamt etwa 60 Millonen Euro.

Des Weiteren erhielten Landwirte das Recht Gemeindeland für Weidehaltung ihrer Tiere sowie zur Produktion von Futter zu benutzen.

Tierhaltung noch wenig rentabel

Wie die Landwirte allerdings bei einer Demonstration im März anprangerten, führten hohe Preise für Betriebskosten, Futtermittel, Energie und Treibstoff in der Vergangenheit dazu, dass sich die Tierhaltung für sie bisher nur selten auszahlt. Die Folge: Viele Tiere würden vorzeitig geschlachtet.

Auf der anderen Seite stiegen die Importe an. Die Milcheinfuhren seien in 2010 beispielsweise um 60 Prozent gestiegen. Fleisch werde teilweise aus Lateinamerka importiert. Najdenow kündigte nun an, einen Konsultationsrat für die Fragen der Tierproduktion einzurichten, dem auch Vertreter aus den unterschiedlichen Zweigen der Tierproduktion angehören sollen.


 

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