RWE will sich am Atomkraftwerk Belene beteiligen
Sofia – Die deutsche Energiegesellschaft RWE AG und die belgische Electrabel haben am Mittwoch ein verbindliches Angebot für die Beteiligung an dem geplanten Atomkraftwerk im bulgarischen Belene eingereicht.
Das seitens der RWE verbindliche Angebot soll eine 49-prozentige Beteiligung an dem bulgarischen Atomkraftwerk beinhalten, so eine Sprecherin der Projektbetreuung NEK.
Die projektbetreuende bulgarische Elektrizitätsgesellschaft NEK hält 51 Prozent der Anteile des Atomkraftwerkes, das durch die russische Atomstroiexpot errichtet werden soll.
Erst im Dezember vergangen Jahres hatte die EU-Kommission nach langen Verhandlungen eine endgültige positive Entscheidung über den Bau des Atomkraftwerkes im bulgarischen Belene, nahe der rumänischen Grenze, getroffen.
Die EU-Kommission hatte Bedenken über den Standort des Atomkraftwerkes Belene geäußert, da das erste AKW Koslodui nur rund einhundert Kilometer entfernt liegt und es sich zusätzlich um eine erdbebengefährdete Region handelt.
Koslodui hatte im Zuge der EU-Beitrittsbedingungen schon vier der insgesamt sechs Reaktoren schließen müssen.
Das zweite Atomkraftwerk in Bulgarien wird zukünftig rund 2.000 MW Strom produzieren und soll im Jahre 2014 fertig gestellt werden.
Über die 49-prozentige Beteiligung der RWE wird das Elektrizitätsunternehmen NEK in naher Zukunft entscheiden.

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