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Schmuggler rauben Bulgariens Antiquitäten

Bulgarien ist reich an archäologischen Schätzen, Experten vergleichen deren Wert mit dem der Funde Italiens und Griechenlands. Doch immer häufiger werden Schmuggler von dem Kulturerbe angelockt.

Antiquarische Kunstwerke wie Münzen, Waffen oder Schmuck werden von den internationalen Schmugglern außer Landes gebracht.

 

Viele der sensationellen Funde sind schlichtweg nicht gut genug gesichert, Banden haben so leichtes Spiel. Laut dem Direktor des Nationalen Museums in Sofia, entstehe durch den illegalen Handel mit Kunstschätzen jedes Jahr ein Schaden in Milliardenhöhe für Bulgarien. Zehntausende Schatzgräber seien praktisch unbestraft am Werk, so der bulgarische Historiker Boschidar Dimitrow gegenüber der Deutschen Presse Agentur dpa.

 

Die Ware gelangt häufig durch Fernfahrer nach Deutschland. Diese sind gegen Bezahlung bereit, die Ware mitzunehmen. München sei dabei der zentrale Umschlagplatz, so Leiter der Behörde zur Bekämpfung von Antiquitätenschmuggel, Wolodja Welkow. Dort erhielten die geschmuggelten Schätze eine neue Identität und würden anschließend in Auktionshäusern angeboten.

 

Bei Experten gilt Bulgarien als international wichtigster Lieferant von historischen Kunstwerken. Der Gewinn wird mit dem Profit aus Rauschgift- und Menschenschmuggel verglichen.


 

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