Schwulenparade in Bulgarien
Die Schwulenparade findet im Rahmen des Christopher Street Days am Sonntag in Sofia statt.
Er stößt jedoch auf großen Widerstand, besonders bei Bulgariens Rechtspopulisten. Der diesjährige Marsch mit dem Motto „Rainbow Friendship“ soll an die 40jährige Geschichte der Schwulen- und Lesbenbewegung erinnern, die sich für die volle rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen einsetzt. Der Christopher Street Day stößt in Bulgarien auf heftigen Widerstand.
Unterstützung durch Botschaften
Zehn Botschaften, darunter auch die deutsche, und die Partei der „Grünen“ haben der Kundgebung im Vorfeld ihre Unterstützung zugesprochen, so die Organisatoren.
Besonders der Botschafter Großbritanniens in Bulgarien, Steve Williams, hatte sein Wohlwollen ausdrücklich geäußert: „Vielfalt zu feiern heißt nicht, einen Lebensstil zu befürworten“, so Williams. „Es geht darum, Respekt für fundamentale Menschenrechte zu zeigen. Es geht um den Kern unserer europäischen Werte.
Widerstand bei bulgarischer Rechten
Bei der bulgarischen Rechten stößt diese klare Unterstützung des Botschafters auf heftigen Widerstand. So verurteilte der Vorsitzende der Partei „Bulgarische Nationale Union“, Bojan Rasate, Williams Aussage aufs schärfste. Er solle sich um seine Angelegenheiten und die seines Landes kümmern, sagte Rasate. „Er hat kein Recht den Bulgaren zu sagen, wie sie in ihrem Land zu leben haben. Europa wird schon seit langem von Homosexuellen regiert. Uns ist es egal, wie sie leben, aber wir wollen nicht, dass sie uns ihre perversen Werte aufzwingen“, so der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei weiter.
Die Organisatoren laden alle Menschen ein, die Freiheit und Menschenrechte wertschätzen, an ihrem Marsch durch die bulgarische Hauptstadt teilzunehmen. Vergangenes Jahren war es bei der Schwulenparade in Sofia zu blutigen Auseinandersetzungen mit Nationalisten gekommen.

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