Sechs bulgarische Dörfer als „einzigartige europäische Siedlungen“ ausgezeichnet
Sechs Ortschaften Bulgariens bekamen diese Woche den renommierten Preis „Einzigartige europäische Siedlung“ verliehen. Die Auszeichnung wird von der Stiftung „Europäisches Expertenforum“ an Orte vergeben, die sich besonders um das kulturhistorische Erbe Europas bemühen.
Unbekannt, aber mit großem Potential
Die ausgezeichneten Dörfer und Städte sind größtenteils unbekannt, haben aber laut der Jury alle das Potential zu einer enormen Entwicklung. Die Orte Beli Iskar, Mogilitza, Mesek, Musomischta, Tetowo und Durankulak befinden sich quer über Bulgarien verteilt, abseits vom Massentourismus. Die Jury ist sich jedoch über das jeweilige touristische Potential einig.
So vereint das Dorf Mogilitza ihrer Meinung nach „die ganze Schönheit des Rhodopengebirges und Bulgariens“ in sich. Der Ort Beli Iskar liegt malerisch am Rande des Rila-Nationalparkes, der größte Nationlpark Bulgariens, 100 Kilometer südlich von Sofia. Die Ortschaft Mesek in Südostbulgarien hat ein gut erhaltenes thrakisches Grab auf dem 4. Jahrhundert v. Chr. zu bieten.
Durankulak am Schwarzen Meer
Die wohl spektakulärste Attraktion unter den ausgezeichneten Ortschaften hat jedoch Durankulak aufzuweisen, das im Nordosten Bulgariens an der Küste des Schwarzen Meeres liegt. In der Nähe findet sich der Durankulak-See mit kristallklarem Wasser und einer Insel, auf der erstaunlich gut erhaltene Überreste aus der Steinzeit zu sehen sind.
Der Bürgermeister von Durankulak verweist zudem auf die vielfältige Tierwelt, besonders Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Auch abseits der üblichen Touristenpfade, gibt es demnach in Bulgarien historische Kulturgüter und abwechslungsreiche Landschaften zu entdecken.

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