RSS Feed abonnieren RSS Feed abonnieren

Spektakulärer Menschenaffen-Fund in Bulgarien

Infolge des Fundes eines Backenzahns von einem Menschenaffen nahe der bulgarischen Stadt Chirpan / Tschirpan muss die bisherige Evolutionsgeschichte eventuell neu geschrieben werden.

Bisher waren Forscher der Überzeugung, dass Menschenaffen in Europa bereits vor über 9 Millionen ausstarben. Der Fund in Bulgarien ist jedoch ‚erst’ sieben Millionen Jahre alt.

Die Wissenschaft war bisher davon ausgegangen, dass Menschenaffen in Europa wegen der Klima- und Umweltänderung vor 9 Millionen Jahren ausgestorben sind und sich die Evolution des Menschen in Folge ausschließlich in Afrika abgespielte.

Der aktuelle Fund eines bulgarisch-französisch-deutschen Forschungsteams unter der Leitung von Nikolai Spassov vom Nationalmuseum für Naturgeschichte in Sofia stellt diese Theorie nun in Frage!

Die Evolutionsgeschichte des Menschen muss wohl neu geschrieben werden

Der gefundene Backenzahn weist starke Abnutzung auf. Forscher schließen daraus nicht nur auf ein fortgeschrittenes Alter des Menschenaffen, sondern ziehen auch Rückschlüsse auf dessen Nahrungszusammensetzung.

Man war bisher davon ausgegangen, dass Menschenaffen sich dem Klimawandel in Europa und der daraus resultierenden Versteppung nicht anpassen konnten, und daher ausstarben. Diese Theorie scheint nun widerlegt. Die Menschenaffen, die in der bulgarischen Region bei Tschirpan gelebt haben, schienen sich von Gräsern, Samen und Nüssen und nicht von Früchten ernährt zu haben.

Das Team fand in der Fundschicht des Zahnes die Überreste typischer Savannenbewohner wie Giraffen, Säbelzahnkatzen und Elefantenarten, was die Theorie des an die Savanne angepassten Menschenaffen stützt.

Professor Madeleine Böhme erklärt: „Es mehren sich die Hinweise, dass sich ein gewisser Teil der menschlichen Evolution auch außerhalb Afrikas, in Europa und Westasien, ereignete.“


 

Verwandte Nachrichten

Aktuelles